Berichtigung der Zillmannschen Chronik

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Die Stadt Schwedt - eine Richtigstellung der Chronik für das Mittelalter nach Quellen

Im Jahre 2010 erschien eine Chronik der Stadt Schwedt/Oder in Buchform. Die erste Ausgabe war recht schnell vergriffen, so daß es bald zu einer zweiten Auflage kam. Leider stellte sich schnell heraus, daß dieses Werk mit der „heißen Nadel“ gestrickt wurde und daher Unmengen an Fehlern enthält. Fehler sind durchaus normal, sollten allerdings nach Möglichkeit durch gründliche Recherche minimiert werden. Hier hat die Autorin bedauerlicherweise nur zusammengetragen und abgeschrieben. Einige Punkte wurden noch mit falschen Deutungen hinterlegt. Neue Erkenntnisse für das Mittelalter fanden keine Berücksichtigung. Dies ist auch für den Hobbyhistoriker in dieser dramatischen Form enttäuschend und bedarf speziell für das Mittelalter einer Korrektur.



Hinweis: Die Seitenzahlen und Jahresangeben beziehen sich auf das Chronikbuch der Stadt Schwedt, 1. überarbeitete Ausgabe aus dem Jahre 2012. Die Punkte vor 1230 sind nur als Einleitung zu betrachten und in der Chronik so nicht vorhanden.



1138 - eine slawische Stadt Suet am Suevus-Fluß (Oder) wird erwähnt

Quellen: Probst, Die Stadt und Herrschaft Schwedt - Ein historischer Beitrag nebst Anhänge, S. 5, 1834 Quelle online


1147 - Der Wendenkreuzzug tangiert beim Zug auf Stettin offenbar die hiesige Region

Quellen: Wikipedia Quelle online target_blank


1177 - Markgraf Otto I. und Heinrich der Löwe tätigen Feldzug gegen Pommern

Quellen: Forschungen z. brandenb. preußischen Geschichte, Johannes Schultze S. 58, 1964 Quelle online


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1179 - ein Lutizenaufstand mit Rachefeldzug führt auch durch das Uckerland und den Barnim, in anderen Quellen wird dieser Feldzug den Pommern zugeschrieben

Quellen [1]: Schultze, Forschungen z. brandenb. preußischen Geschichte, S. 58, 1964 Quelle online


1230 - die Markgrafen Johann und Otto erwerben den Barnim bis zur Welse - das Jahr ist unbestimmt und gilt nicht als sicher

Quellen: Märkische Fürstenchronik Quelle online


1250 - Landiner Vertrag, Vereinigung des nördlichen Barnim mit dem Uckerland

Quellen: H. Böcker, Prenzlau in Pommern - Prenzlau und Pommern, Uckermärkisches Mitteilungsheft Nr. 16, S. 32, Uckermärkischer Geschichtsverein 2010 Quelle online / Wikipedia Quelle online


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1265 - 22.8. erstmalige Erwähnung Schwedts als Stadt - Pommernherzog Barnim I. macht dem Nonnenkloster zu Stettin einige Zuwendungen u.a. 3 und ein halbes Wispel Roggen aus der Mühle bei der Stadt Schwedt

Quellen: Dreger, Codex Diplomaticus bis anno 1269, S. 485, 1748 Quelle online

Hinweis: In der Urkunde ist nach dem Julianischen Kalender das Datum 10. September angegeben.


1266 - ein Henricus de Zwet wohnt als Zeuge einer Priviligierung zu Gunsten der St.-Marienkirche Stettin am Hofe Pommernherzog Barnim I. bei

Quellen: Dreger, Codex Diplomaticus bis anno 1269, S. 491, 1748 Quelle online

Hinweis: Verschiedene Historiker bezweifeln berechtigterweise eine Herkunft des Henricus de Zwet aus unserem Schwedt/Oder. Da die Stadt mit größter Wahrscheinlichkeit 1266 zur Mark Brandenburg gehörte, erscheint der Auftritt eines märkischen Zeugen am Hofe des Pommernherzog Barnim I. als fragwürdig. Daher wird eine Herkunft des Henricus, aus dem südlich von Kolberg gelegenem Schwedt ( heute Swiecie Kolobrzeskie), in Betracht gezogen. siehe Medem, Geschichte der Stadt Schwedt und des Schloßes Vierraden, S. 106 Fußnote **), Baltische Studien 1837

Hinweis: In der Urkunde ist nach dem Julianischen Kalender ein Datum im Januar angegeben.


1269 - 20.4. Schenkungsakt der Mühle Vierraden von Pommernherzog Barnim I. an das Nonnenkloster zu Stettin durch Barnim I. - Nennung der Via Regia

Quellen: Dreger, Codex Diplomaticus bis anno 1269, S. 550, 1748 Quelle online

Hinweis: In der Urkunde ist nach dem Julianischen Kalender der 12. Mai angegeben.


1271 - 3.7. die brandenb. Markgrafen Johann II., Otto IV. und Konrad I. bestätigen der Stadt Königsberg/Neumark (folgend Nm) eine Schenkung von Ländereien u.a. "in der Heide gegen Schwedt"

Quellen: Märkische Forschungen, Band 10, S. 26 Quelle online / Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XIX, S. 173, 1860 Quelle online


1280 - Dieser Punkt gehört nicht in die Chronik und suggeriert Preise von Lebensmitteln in Schwedt. Er entstammt der Chronik von Thomae, der offenbar versucht hat, seine Chronik mit weiterführenden Wissen interessanter zu gestalten. Er erwähnte dabei Preise aus der Mark Brandenburg und nicht explizit aus Schwedt.

Quellen: Thomae, Geschichte der Stadt und Herrschaft Schwedt, S. 52, 1873 Quelle online


1281 - 9.10. erstmalig werden Schwedter Münzen "moneta zuetensi" in einer Schenkung der Markgrafen Otto IV. und Konrad I. an das Kloster Chorin benannt, aus Anlaß des Todes von Markgraf Johann II. (ihres Bruders) im September und gemäß seines Testamentes - die Frau Markgraf Konrads I. (Konstanze von Polen) verstarb ebenfalls 1281 und wurde in den Akt mit einbezogen, siehe Fußnote bei Gercken

Quellen: Gercken, Codex Diplomatikus Band II, S. 423, 1769 Quelle online / Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XIII, S. 222, 1857 Quelle online Achtung ! Hier steht in der Überschrift fälschlicherweise Lehnin statt Chorin.

Heinweis: Eine angebliche Wiederholung dieses Aktes im Jahre 1287 in der bisherigen Schwedter Chronik ist auf eine Fehldeutung der Urkunde bei Thomäe zurück zu führen.


1284 - 13.8. Vertrag zu Vierraden zwischen den brandenb. Markgrafen Otto IV. und Konrad I. und dem Pommernherzog Bogislaw IV. zu Stettin sowie Fürst Wizlav II. von Rügen - Schwedt bürgt mit Prenzlau, Angermünde und Königsberg/Nm für Brandenburg (S. 141)

Quellen: Mecklenburgisches Urkundenbuch 1281 -1296 Band 3, S. 137, 1865 Quelle online

Hinweis: Man beachte den Rostocker Landfrieden vom 13.6.1283, in dem die Städte der Mark bereits für Brandenburg gebürgt hatten, ohne separat genannt zu werden. siehe Theil, Uckermärkisches Mitteilungsheft 16 S. 42, 2010 / Mecklenburgisches Urkundenbuch Band III, S. 85, Schwerin 1865 Quelle online


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1287 - FALSCH ! siehe Hinweis bei 1281

Quellen: Thomae, Geschichte der Stadt und Herrschaft Schwedt, S. 52, 1873 Quelle online


1288 - Grenzbeschreibung zwischen Brandenburg und Pommern entlang der Welse - Urkunde ausgestellt in Schwedt

Quellen: Schulz, Barnim und Uckermark - eine Burgenlandschaft in Entdeckungen entlang der Märkischen Eiszeitstraße Nr.2, S. 77, 1999 / Teilwiedergabe bei Prümers, Pommersches Urkundenbuch Band III Abt. I, S. 48, 1888 Quelle online - kein Direktlink möglich


1295 - die brandenb. Markgrafen geben Einkünfte aus dem Hufenzins der Stadt Schwedt an das Kloster Chorin ab

Quellen: Gercken, Codex Diplomatikus Band II, S. 434, 1769 Quelle online / Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XIII S. 227, 1857 Quelle online


1297 - die brandenb. Markgrafen ersetzen die fehlende Summe aus dem Hufenzins der Stadt Schwedt für das Kloster Chorin durch den Hufenzins der Stadt Zehdenick

Quellen: Gercken, Codex Diplomatikus Band II, S. 438, 1769 Quelle online / Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XIII, S. 228, 1857 Quelle online


1299 - die brandenb. Markgrafen schenken den Prenzlauer Bürgern einen Altar und jährlich 8 Pfund brandenburgischen Geldes aus dem Hufenzins - Urkunde ausgestellt in Schwedt

Quellen: Seckt, Versuch einer Geschichte der Ukermärkischen Hauptstadt Prenzlau Band 1, S. 162 , 1785 Quelle online / Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XXI, S. 101, 1861 Quelle online


1304 - der brandenb. Markgraf Konrad I. stirbt in Schwedt

Quellen: Engel, Rerum Marchicarum breviarum , S. 52, 1593 Quelle online / Wikipedia Quelle online / Fontane, Havelland: Wanderungen durch die Mark Brandenburg Dritter Band, S. 69, Fußnote 12, Sonderausgabe Hofenberg, Berlin 2016 Quelle online


1306 - 27.2. die brandenb. Markgrafen übereignen der Stadt Dramburg Land zum Aufbau einer Mühle - Urkunde ausgestellt in Schwedt

Quellen: Gercken, Codex Diplomatikus Band V, S. 286, 1775 Quelle online / Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XVIII, S. 216, 1859 Quelle online


1316 - Schuldverschreibung des brandenb. Markgrafen gegenüber der Stadt Königsberg/Nm - einzulösen beim Schwedter Münzmeister "Kunekino Rol"

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XIX, S. 181, 1860 Quelle online


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1320 - Ungenaue historische Wiedergabe ! - Bereits nach dem Tode Waldemar´s (Sohn von Konrad I.) 1319 huldigte die Stadt Schwedt Heinrich II. von Mecklenburg- Stargard. Wie lange diese Unterwerfung dauerte ist unbekannt. 1320 starb dann der einzige legitime Nachfolger Waldemar´s, Heinrich II. („das Kind“ geboren um 1308) - ein Sohn des bis 1318 mitregierenden Markgrafen Heinrich I. und ein Cousin Waldemar´s. Als Vormund Heinrich’s II. agierte Wartislav IV. von Pommern-Wolgast, der natürlich eigene Interessen verfolgte. Da die brandenburgische Linie der Askanier mit dem Tod Heinrichs II. erlosch, kam es erst in der Folge zu Gebietsansprüchen durch Heinrich II. von Mecklenburg-Stargard und den Pommernherzögen Otto I. von Pommern-Stettin und Wartislaw IV. von Pommern-Wolgast auf das Uckerland und den Barnim, die erst ab 1323, mit der Belehnung Ludwig des I., einen neuen Regelung unterlagen.

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XXI S. 118, 1861 Quelle online / Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis B II S. 14, 1845 Quelle online


1321 - die Pommernherzöge verlegen infolge der Blockade Heinrichs II. von Mecklenburg-Stargard den Zoll von Schwedt und Oderberg nach Gartz

Quellen: Medem, Geschichte der Stadt Schwedt und des Schloßes Vierraden, S. 115, Baltische Studien 1837 Quelle online / Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis B I, S. 470, 1843 Quelle online


1323 - FALSCH ! Die Urkunde wird oberflächlich interpretiert. Schwedt ist in der Einigung vom 20.7.1323, in der u.a. Angermünde und Templin bei Mecklenburg verblieben und die Pommern ihre Ansprüche auf Prenzlau und Pasewalk dem Herzog Heinrich von Sachsen unterwarfen, gar nicht erwähnt. Somit gelangte Schwedt auch nicht in pommerschen Besitz. Möglicherweise war es bereits in der Hand des neuen brandenburgischen Markgrafen Ludwig I., der im April 1323 von seinem Vater König Ludwig IV. von Bayern (dem späteren deutschen Kaiser), im Alter von 8 Jahren, mit der Mark belehnt wurde. In der bayerischen Linie der Wittelsbacher trug Ludwig den Beinamen der V.. In Brandenburg war er Ludwig I. mit dem Zusatz der „Ältere“ , im Verhältnis zu seinem jüngeren Halbbruder Ludwig II. „der Römer“ (weil in Rom geboren).

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XX1 S. 454, 1861 Quelle online / Theil, Uckermärkisches Mitteilungsheft 16 S. 48, 2010 Quelle online


1324 18.03. der brandenb. Markgraf Ludwig I. (auch der Ältere genannt) bestätigt der Stadt Prenzlau ihre Rechte - Urkunde ausgestellt in Schwedt

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XXI, S. 131, 1861 Quelle online


1330 - der brandb. Markgraf Ludwig I. erleidet Ende 1329 eine Niederlage zwischen Angermünde und Vierraden gegen die pommerschen Herzöge Otto I. & Barnim III. von Stettin und flieht bis Neustadt-Eberswalde - es kommt zum Waffenstillstand (Handfrieden) zu Twenraden am 29.01. - Bertram v. Greiffenberg, Besitzer/Verwalter der Burg Schwedt, bürgt im Waffenstillstand für Brandenburg

Quellen: Barthold, Vom Tode Barnims I. (1278) bis zum Auftreten der Hohenzollern in der Mark Brandenburg (1411) Teil 3, S. 233, 1842 Quelle online / Hoefer, Auswahl der ältesten Urkunden deutscher Sprache, S. 364, 1835 Quelle online


1332 - 8.2. der brandenb. Markgraf Ludwig I. weist die "Vasallen, Bürger und Einwohner" der Uckermark und Neumark an, 6000 Mark Silber Kriegskosten an die Herzöge von Pommern zu zahlen

Quellen: Gercken, Codex Diplomatikus Band III, S. 93, 1771 Quelle online / Barthold, Vom Tode Barnims I. (1278) bis zum Auftreten der Hohenzollern in der Mark Brandenburg (1411) Teil 3, S. 243, 1842 Quelle online / Medem, Geschichte der Stadt Schwedt und des Schloßes Vierraden, S. 118, Baltische Studien 1837 Quelle online

Hinweis: fälschlicherweise ist in der bisherigen schwedter Chronik von einem "Frieden zu Frankfurt" die Rede, in dessen Folge Ludwig angeblich Schwedt und Vierraden von Pommern zurück bekommt, diese Orte werden aber nicht genannt und zumindest Schwedt gehörte bereits zu Brandenburg (siehe 1324 und 1330)


1334 - 3.12. ein Schutzbündnis zwischen dem brandenb. Markgrafen Ludwig I. und der Pommernherzogin Elisabeth von Pommern-Wolgast und ihren Söhnen wird in Schwedt geschlossen

Quellen: Gercken, Codex Diplomatikus S. 151/152, 1769 Quelle online / Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis B II, S. 94, 1845 Quelle online


1337 - 6.4. der Rat zu Schwedt macht Mitteilung über eine Erbfallregulierung an Königsberg/Nm

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XIX, S. 199, 1860 Quelle online


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1343 - 10.9. der Land- und Wasserzoll in Schwedt wird von Markgraf Ludwig I. an den Frankfurter Bürger Johann Baier/Johanni Bavaro für 4000 Mark, brandenb. Silber, abzuzahlen 400 Mark jährlich an den Markgrafen oder seine Erben, verpfändet auf 10 Jahre - desweiteren wird Baier verpflichtet, dem Herzog Teck 200 Mark jährlicher Rente auszuzahlen (wenn jener diese Rente beansprucht), die Markgraf Ludwig bisher aus den Einnahmen der Stadt und Gemarkung beglichen hat - diese 200 Mark sind von den 400 Mark Jahresraten abzuziehen

Quellen: Medem, Geschichte der Stadt Schwedt und des Schloßes Vierraden, S. 122, Baltische Studien 1837 Quelle online / Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XII, S. 325, 1857 Quelle online


1345 - die Straße von Schwedt nach Gartz wird erwähnt - Pommernherzog Barnim III. erhöht den seit 1339 eingezogenen Zoll für die Instandsetzung der Straßen

Quellen: Schladebach, Urkundliche Geschichte der Stadt Gartz an der Oder Band 1, S. 68, Berlin 1841 Quelle online


1349 - Schwedt huldigt dem "Falschen Waldemar"

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis B II, S. 244, 1845 Quelle online / Klöden, Diplomatische Geschichte des für falsch erklärten Waldemar I, S. 291, Berlin 1845 Quelle online


1350 - der Falsche Waldemar verlegt die Straße, die von Schwedt über Niederfinow nach Neustadt (Eberswalde) geht, über Angermünde und erteilt Angermünde Zollfreiheit in Schwedt u.a.

Quellen: Klöden, Diplomatische Geschichte des für falsch erklärten Waldemar II, S. 11, Berlin 1845 Quelle online / Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XIII, S. 179, 1857 Quelle online / Thomae, Geschichte der Stadt und Herrschaft Schwedt, S. 60, Berlin 1863 Quelle online


1351 - 10.10. Königsberg/Nm erhält das Versprechen des Markgrafen Ludwig I. über den Erhalt des Zolles von Schwedt über 10 Jahre, wenn Schwedt aus pommerschen Besitz ausgelöst wird

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XIX, S. 224, 1860 Quelle online / weitere Quellen sind Medem und Klöden - allerdings wird dort anstelle Königsberg's/Nm. Frankfurt/Oder genannt - da sich Klöden auf Medem als Quelle beruft, wird Letzterem offenbar ein Fehler unterlaufen sein - daher sind diese Quellen nicht verlinkt


1354 - 5.4. Vertrag zu Oderberg - Schwedt sowie die "wendischen Orte bei der Oder zwischen Schwedt und Stolpe u.a. Criewen und Zützen gelangen "auf ewig" zu Pommern b.z.w. werden in pommerschen Besitz bestätigt - offenbar eine Bestätigung eines Vertrages von 1352 - nur Flemsdorf behält Markgraf Ludwig II: (der Römer) für sich, seinen Bruder und seine Erben

Hinweis: Bereits infolge des Kaiserstreites drangen die Pommern 1348 in die Mark bis Frankfurt/Oder ein und besetzten u.a. die Städte Pasewalk, Prenzlau, Angermünde, Stolpe (Burg), Schwedt, Vierraden (Burg)

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis B II, S. 351, 1845 Quelle online / Medem, Geschichte der Stadt Schwedt und des Schloßes Vierraden, Urkunde S. 221, Baltische Studien 1837 Quelle online / Klöden, Diplomatische Geschichte des für falsch erklärten Waldemar II, S. 187, Berlin 1845 Quelle online


1355 - Kaiser Karl IV: bestätigt am 21.7. den Vertrag zu Oderberg aus dem Jahre 1354

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis B II, S. 368, 1845 Quelle online


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1370 - 3.5. Kaiser Karl IV. bestätigt die Besitzregelungen aus dem Jahr 1355 - "Sweit" mit Zoll bei Pommern

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis B II, S. 497, 1845 Quelle online


1373 - Beschreibung der Provinz "Ukera" mit der Stadt Schwedt "civitatem sweet"

Quellen: Berghaus, Landbuch der Mark von 1375, S. 4, 1854 Quelle online


1406 - 16.9. der Deutsche Ritterorden wendet sich, über den Gesandten Jacob Pfaffensteyn, in einigen Grenzstreitigkeiten Betreffs der Neumark (u.a. bei Schwedt und Oderberg) an König Siegmund von Ungarn (dem römisch-deutschen König und späteren römisch-deutschen Kaiser)

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XVIII, S. 323/324, 1859 Quelle online


1407 - 9.4. Balduin Stal, Landvogt der Neumark, berichtet dem neuen Hochmeister des Deutschen Ritterordens, wie die Grenzstreitigkeiten (zu Pommern) unter dessen Vorgänger verliefen und gerade sind - genannt wird bei der Grenze zu Schwedt (Swete) der Oderarm Meglitz (Mogenitcze) und der Nebenfluß Röricke (Roreke)

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XVIII, S. 163/164, 1859 Quelle online


1419 - FALSCH ! - Der Vertrag zu Perleberg wurde 1421 abgeschlossen und beinhaltet nur Bündnisse

Quellen: Lancizolle, Geschichte der Bildung des preussischen Staats Teil 1 Abteilung 1, S. 311 auch Fußnote 188), Berlin/Stettin 1828 Quelle online


1423 - 16.5. "Otto von Ramyn, nu hoftman thu Swed" , Otto von Ramin, Hauptmann zu Schwedt tritt als Schlichter in Königsberg/Nm auf - die Ramin's sind ein altes pommersches Adelsgeschlecht aus der Gegend Löcknitz/Penkun siehe Wikipedia

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XIX, S. 322, Urkunde CCXXV=225 1860 Quelle online


1427 - Falsche Jahresangabe - im April 1425 mehrtägige Belagerung der Burg Vierraden durch den brandenburgischen Kurfürsten Friedrich den I. und seinen Sohn Johann - die Pommern und ihre Verbündeten entsetzen ihre Burg und die Brandenburger ziehen sich nach Angermünde zurück - dabei lassen sie viel Kriegsgerät zurück - der Abzug muß der Uneinigkeit zwischen Franken und Märkern im kurfürstlichen Heer zugeschrieben werden

Quellen: Detaillierte Schlachtbeschreibung und Wiedergabe der Erzählung des Rufus aus der Schriftensammlung des Brotuff (Brotuff, Ernst 1497 † 1565), die Rufuschronik aus dem 15.Jhd. basiert für die Jahre 1395 - 1430 offenbar auf der Chronica Novella des Hermann Korner (~1365 in Lübeck † 1438), Korner war offenbar zeitnah an den Quellen Quelle online

Hinweis: Es kam in den Jahren 1426/27 zu mehreren Vereinbarungen u.a. dem Vertrag zu Eberswalde (22.5.1427) und einem Landfrieden zu Templin (16.6.1427) Quellen: Barthold, Geschichte von Rügen und Pommern Band 4, S. 72, Hamburg 1843 Quelle online / Gercken, Codex diplomaticus Brandenburgensis Band 7, S. 133 für Neustadt Eberswalde und S. 144 für Templin


1428 - 20.1. Schwedt wird durch die Pommern an Rule Lindstedt für 2400 Stettiner Pfennige als Pfandbesitz für 4 Jahre übertragen - Lindstedt darf an der Burg Instandsetzungs- und Umbauarbeiten durchführen lassen u.a.

Quellen: Raumer, Codex Diplomaticus Brandenburgensis, Sammlung ungedruckter Urkunden Teil 1, S. 104, 1831 Quelle online / Medem, Geschichte der Stadt Schwedt und des Schloßes Vierraden, S. 130, Baltische Studien 1837 Quelle online


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1434 - FALSCH ! - Die Schlacht von 1425 wurde von Kantzow in das Jahr 1434 gelegt. Er erwähnte aber, daß ihm zu wenige Informationen vorgelegen hätten. Deshalb ist diese Schlacht in der Landes- und Regionalgeschichte oft doppelt zu finden u.a. bei Medem (nur 1434 erwähnt)

Quellen: siehe Hinweis Barthold, Geschichte von Rügen und Pommern Band 4, S. 68 Fußnote 3 ff., Hamburg 1843 Quelle online


1465 - 13.12. der brandenb. Markgraf Friedrich II. kommt zu Unterhandlungen mit Stettin nach Angermünde und bestätigt der Stadt Schwedt dabei die städtischen Rechte

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis A XIII, S. 379, 1857 Quelle online


1471 - Ankündigung des Markgrafen Albrecht III. Achilles, daß die Stadt Schwedt am 13. 12. ihm huldigen soll - "von den von Arneburg soll der Amtmann von Angermunde die Huldigung nehmen: ...am Mitwoch zu Sweit die Rete" - Mittwoch nach "frawen abent conceptionis" = lieb Frauenabend entspricht dem 8.12.

Quellen: Riedel, Codex Diplomaticus Brandenburgensis C II S. 53/54, 1860 Quelle online


1479 - 28.6. Vertrag zu Prenzlau - Schwedt und Vierraden verbleiben nun dauerhaft bei Brandenburg

Quellen: Raumer, Codex Diplomaticus Brandenburgensis, Sammlung ungedruckter Urkunden Teil 2, S. 42 Quelle online


1479 - 29.6. Kurfürst Albrecht Achilles berichtet dem Kurfürsten von Sachsen (seinem Schwager) über den ausgehandelten Frieden zu Prenzlau und benennt dabei " das Schloß Vierraden mit dem Amt und dem Städtlein Schwedt"

Quellen: Riedel, Codex diplomaticus Brandenburgensis B V, S. 300, 1848 Quelle online